Kommentare für Nachfolge postmodern https://www.nachfolge-postmodern.de Ein Blog für Christenmenschen in mehrdeutigen Zeiten. Sun, 16 Aug 2020 14:05:23 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 Kommentar zu Freikirche 2.0 von Frank Weber https://www.nachfolge-postmodern.de/2020/08/14/freikirche-2-0/#comment-32 Sun, 16 Aug 2020 14:05:23 +0000 https://www.nachfolge-postmodern.de/?p=443#comment-32 Als Antwort auf Ehrenfried Matt.

Ein wichtiger Punkt ist für mich, dass die »Vereinsstrukturen« und die »geistliche Leiterschaft« bei allen Stärken eben auch manche so abstoßen, dass diese Formen der Form wegen nicht für sie in Frage kommen.
Und dann wird es problematisch. – Dann stehen Kirchen der Nachfolge im Wege. Das ist nicht bloß theoretisch. Wenn ich an die Auseinandersetzungen um die Armut der Kirche (Franziskaner vs. Amtskirche) denke, an die Deutschen Christen vs. Bekennende Kirche (damals als Freikirche! in Minderheit – zumindest in der Altpreußischen Union)…
Kirche wirft jeweils sehr viele Fragen, Sachzwänge usw. auf, die alle bearbeitet werden müssen. Wenn die Situation so ist, dass eine Kirche groß ist, kann sie das. Kleine Kirchen können das nicht. Und christliche ad-hoc-Gemeinschaften (Hauskreis, Zweierschaft usw.) hat weniger Sachzwänge.
Ich gehöre bewusst einer Kirche (und auch bewusst dieser) an, weiß aber, dass andere das anders handhaben. Für mich ist das Wichtige: Glaube muss befreien zur Christusgliedschaft.
Danke für die Kommentare bisher.

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Kommentar zu Freikirche 2.0 von Ehrenfried Matt https://www.nachfolge-postmodern.de/2020/08/14/freikirche-2-0/#comment-31 Sun, 16 Aug 2020 13:49:06 +0000 https://www.nachfolge-postmodern.de/?p=443#comment-31 Die Aussage »Kirche erfordert Ämter, Gebäude, Entscheidungsprozesse, die jeweils unterhalten bzw. verwaltet werden müssen. Das ist nicht immer schlecht, aber es ist nur ein Modell, geistliche Gemeinschaft zu organisieren« finde ich grundsätzlich richtig.

Und wir stellen fest, dass uns Kirche trotz gut gemeinter Absichten dann auch lähmen kann, weil zu viel »politische Entscheidungsträger« mitreden wollen. Das ist leider in Kirche nicht anders als in der Politik oder in Vereinen.

Auf der anderen Seite erlebe ich Christsein ohne persönliche Gemeinschaft, ohne den Austausch auch mit Andersdenkenden als zu kurz gesprungen. Wir benötigen als Menschen nunmehr eben den Diskurs und die Korrektur durch Andere. Das ist das, was in der Apostelgeschichte mit Gemeinschaft der Gläubigen beschrieben wird. Für mich selbst ist ein solcher Austausch nur auf virtueller Basis nur schwer vorstellbar. Für mich selbst wäre Freikirche 2.0 deshalb nur vorstellbar, wenn diese persönliche Ebene z.B. in Hauskreisen existieren würde. Vieles andere, was Freikirche derzeit ausmacht, würde ich allerdings für verzichtest halten.

Ich bin daher sehr gespannt, wie sich die Szene der Freikirchen zukünftig entwickeln wird.

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Kommentar zu Freikirche 2.0 von M.Bigalke https://www.nachfolge-postmodern.de/2020/08/14/freikirche-2-0/#comment-30 Fri, 14 Aug 2020 12:27:42 +0000 https://www.nachfolge-postmodern.de/?p=443#comment-30 Der Begriff der Christusgliedschaft gefällt mir, weil ich — obwohl ich Mitglied einer Freikirche bin — das »von Christus abhängig sein« entscheidender finde, als zu welcher Kirche ich gehöre. Trotzdem ist mir die Gemeinschaft in einer Gemeinde, in der junge und alte Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Schwerpunkten zusammenkommen, wichtig. Ich empfinde die Unterschiedlichkeit als Chance und prägend für meinen Glauben und die Nachfolge. Aus einem kleinen Kreis von Gleichgesinnten entferne ich mich schneller, wenn mir etwas nicht gefällt, als aus der Mitgliedschaft in einer Kirche. So beraube ich mich vielleicht der Möglichkeit, an der Auseinandersetzung mit dem anderen geistlich zu reifen.

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